Ausgangslage

Ausgangslage

2007 beschließt der Stadtrat, das in die Jahre gekommene Fina-Parkhaus durch eine Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring zu ersetzen. So soll in der Altstadt Platz geschaffen werden für Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Wohnen. Durch die Verlegung des Parkhauses von der Hildegardstraße direkt an den Altstadtring soll der Autoverkehr im Quartier deutlich zurück gehen.

Der Thomas-Wimmer-Ring am Münchner Altstadtring ist für seinen unattraktiven öffentlichen Raum und die überdimensionierten Verkehrsflächen bekannt. Die breite unbebaute Fläche bietet sich als Standort für eine neue Quartiers-Tiefgarage an.

Konzept

Konzept

Über die Gestaltung der Bauwerke an der Oberfläche und der Grünflächen entscheidet ein Architektenwettbewerb: Das Preisgericht votiert für die Entwürfe von Jühling & Köppel Landschaftsarchitekten gemeinsam mit Steidle Architekten.

“Der Siegerentwurf macht aus dem Erschließungsbauwerk der Tiefgarage ein teiltransparentes und exklusives Stadt-Möbelstück mit Ausstrahlung“, sagt Wolfgang Roeck, Geschäftsführer von WÖHR + BAUER.

Landschaftsarchitektin Stefanie Jühling entwickelt einen städtischen Ansatz. „Die historischen Fassaden des Knöbelblocks werden durch die Abfolge der Bäume betont. So rücken wir den Knöbelblock mehr ins Bewusstsein“, sagte die Landschaftsplanerin.

Um auf veränderte Mobilitätsbedürfnisse zu reagieren, entwickelt WÖHR + BAUER das Konzept für einen Mobilitätshotspot, der im Osten der Altstadt als wichtiger Baustein der autoberuhigten Altstadt dient.

Ergebnis

Durch ein komplexes Bauverfahren mit Deckelbauweise wird sichergestellt, dass der Verkehr in der vierjährigen Bauzeit stets ungestört weiterläuft.

Am Thomas-Wimmer-Ring wird ein zukunftsweisender unterirdischer Mobilitätshotspot eröffnet, der bundesweit Beachtung findet. In der lichtdurchfluteten Tiefgarage mit 520 PKW-Stellplätzen können die Besucher*innen auch Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge, ein Radverleih-System samt Fahrrad-Safes, E-Scooter und Paketstationen nutzen.

Die exponierte Lage erfordert besonders qualitätsvolle Lösungen: Um Lärmschutz zu gewährleisten, werden die die beiden Einfahrten und die Ausfahrt entsprechend eingekleidet – ohne die Ästhetik des Ortes zu beeinträchtigen. Filigrane Ornamentik auf bronzefarbenem Metall verleiht den Rampenbauwerken eine einzigartige Optik.

Im Rahmen des Projekts TOM wird auch der öffentliche Raum aufgewertet. Mit der Abfolge neuer Plätze entsteht ein zusammenhängendes System, das die Qualität des öffentlichen Raumes für Fußgänger deutlich erhöht. Das Projekt TOM ist gleichzeitig die Grundlage für die Entwicklung des Projekts HILDE in der benachbarten Hildegardstraße.

TOM wird der neue Mobilitätshotspot genannt, der tatsächlich mehr ist, als nur eine große Garage für PKW-Stellplätze. Hier finden sich gleichzeitig auch andere Mobilitätsformen, wie Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge, Carsharing, E-Scooter, ein Radl-Safe und ein Übergang für Fußgängerinnen und Fußgänger. Vor allem aber eröffnet die neue Tiefgarage die Möglichkeit, unsere Idee einer möglichst autofreien Altstadt weiter umzusetzen und den Menschen wieder mehr Raum und Aufenthaltsqualität zu geben.

Bei WÖHR + BAUER wird in die Zukunft gedacht.

Projektdauer

2017 -2021

Tiefgaragen-Stellplätze

520

Besonderheiten

Realisierung im laufenden Verkehr

Besonderheiten

100% stützenfreies Parken

Besonderheiten

integrierter Mobilitätshotspot