28.04.2022
Das OPTINEO Richtfest

Optineo – ein weiteres Wahrzeichen fürs Werksviertel

"Ein Gebäude wie eine Umarmung." Mit diesen Worten beschreibt Heinrich Maltz sen. den bereits im Vorfeld vielfach gelobten Entwurf des spanischen Büros Nieto Sobejano Arquitectos. Auch in der gebauten Wirklichkeit überzeugt das Optineo die Gäste mit seiner gelungenen Reminiszenz an die Historie des Ortes und den klugen städtebaulichen Komponenten wie die Öffnung zum künftigen Quartierszentrum. 

Lob vom Wirtschaftsreferenten 

Auch die Stadtspitze zeigt sich beim Anblick des fertigen Rohbaus äußerst zufrieden: „Rund, gebogen – Fassaden, die man in München selten sieht“, lobt Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner in seinem Grußwort. “Hier wurde nicht gespart und der übliche Münchner Investorenbau errichtet, den man weiterverkauft. Man sieht dem Gebäude an, dass Sie für sich und für Ihre Zukunft bauen”, zitiert der Autor der  Süddeutschen Zeitung den Referenten. Mit Bezug auf die spannende Entwicklung des Werksviertels lautet das Fazit Baumgärtners: „Wir sehen hier etwas, dass mit London und New York locker mithalten kann.“

Das Werksviertel nimmt Formen an 

Das Werksviertel als urbanes und vielfältiges Quartier wird in diesen Tagen zunehmend auch an seiner Silhouette sichtbar. Mit dem Richtfest des Optineo ist nun auch das künftige Quartierszentrum an der Friedenstraße erstmals räumlich erlebbar. Das von dem spanischen Büro Nieto Sobejano Arquitectos konzipierte Gebäude mit seiner charakteristischen Fassade streckt seine Loggien und Terrassen direkt neben dem Knödelplatz bis zu 65 Meter in den Münchner Himmel, während das fünfstöckige Low-Rise-Gebäude in fluiden Formen einen Innenhof umfließt, der sich zum neuen Platz hin öffnet, um die Vernetzung mit dem Viertel zu aktivieren. 

Mit dem Neubau des Optineo soll die Würdigung der Vergangenheit in besonderem Maße erfüllt werden, betont Wolfgang Roeck, Geschäftsführer der WÖHR + BAUER, gemeinsamer Bauherr mit Familie Maltz, die am Standort einst die Optimol-Ölwerke betrieben haben. “Mit dem Optineo ist ein zentraler Baustein für das Werksviertel hinzugekommen. Die städtebauliche und architektonische Qualität des Entwurfes von Nieto Sobejano Arquitectos wird auf den ersten Blick deutlich. Ich freue mich, dass das einhellig positive Urteil der Stadtgestaltungskommission aus dem Jahr 2018 sich im Jahr 2022 auch in der gebauten Wirklichkeit vollumfänglich erkennen lässt”, so Roeck auf dem Richtfest am Donnerstag, den 28. April 2022. 

Baumgärtner: “Nicht nur ein Arbeitsplatz – sondern ein Lebensraum” 

Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner erkennt die positive Entwicklung aus einer weiteren Perspektive: “Mit KPMG konnte ein Unternehmen von diesem Standort überzeugt werden, das für Münchnerinnen und Münchner ein attraktiver Arbeitgeber ist. Durch die innovative Architektur und das attraktive Umfeld erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur einen modernen Arbeitsplatz, sondern einen wertvollen Lebensraum.” Der Referatsleiter nimmt Bezug auf die außergewöhnlichen Kompetenzen der Menschen, die hier ihrem Tagewerk nachgehen werden. “Das Optineo ist auch für das Quartier ein Gewinn, denn so bekommt das Werksviertel wichtige Impulse für den Einzelhandel, die Gastronomie und das Kulturangebot”, so Baumgärtner. 

Thomas Löhmer, Head of Infrastructure der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, freut sich auf die neue Ära im München Osten. Für alle die hier zukünftig arbeiten werde ein Traum wahr: „Mit diesem neuen Bürogebäude auf dem traditionsreichen Areal der früheren Optimolwerke München, schaffen wir für unsere Münchener Mitarbeitenden – im Durchschnitt ganze 34 Jahre jung und mit 47 Nationalitäten multikulturell –  ein kreatives, inspirierendes und innovatives Umfeld. Das Arbeiten in diesem zwischenzeitlich recht bunten Viertel das früher sehr durch den familiengeführten Mittelstand geprägt war und sich nun zu einem Aushängeschild für München entwickelt hat, wird für uns zur Realität“, betont Löhmer in seiner Rede auf dem Richtfest.

WÖHR + BAUER: Projektentwicklung auf Augenhöhe mit Eigentümerfamilien 

Wolfgang Roeck, Geschäftsführer der WÖHR + BAUER, bedankt sich bei Familie Maltz für das in sein Unternehmen gesetzte Vertrauen. “Gemeinsam haben wir uns auf den Weg gemacht, ein Gebäude zu schaffen, das der besonderen Historie des Ortes in Gestalt und Inhalt gerecht wird.” In Anspielung auf die Nähe zum Ostbahnhof wählt Roeck eine Analogie für das gemeinsame Vorankommen: “Mit der fabelhaften Architektur des Büros Nieto Sobejano Arquitectos haben wir das Projekt 2018 aufs Gleis gesetzt, bevor im Jahr 2020 KPMG als Mieter zugestiegen ist. Heute ist das Ziel unserer Reise bereits in Sichtweite. Voraussichtlich Anfang 2023 werden die ersten Meetings in dem Gebäude abgehalten. Ich möchte mich bei Familie Maltz für die stets vertrauensvolle und überaus konstruktive Zusammenarbeit bedanken”, so Roeck, der in seinen Bauvorhaben traditionell ein besonderes Augenmerk auf Empathie und Dialog legt. 

Maltz: “Ein Standort, geprägt von Innovationsgeist, Mut und Erfolg”

Heinrich Maltz Sen. spricht als Vertreter der Optimol-Gründer und der heutigen Miteigentümer, Familie Maltz. “Ich freue mich, dass es gelungen ist, den Genius Loci der vorherigen Nutzung zu bewahren und in eine neue Zeit zu adaptieren”, stellt Maltz fest. 

Der Charakter des Standorts sei geprägt von Innovationsgeist, Mut und Erfolg. “Mit der Entwicklung neuartiger Verfahren eroberten unsere Spezialschmierstoffe den Weltmarkt – die Öle sorgten für nahezu reibungslose Bewegung – in Formel 1-Boliden auf der Rennstrecke ebenso wie im Spaceshuttle im Weltall. Wir freuen uns, dass diese Erfolgsgeschichte mit einer solch herausragenden Immobilie fortgesetzt werden kann.” 

Fluide Formen und luftige Loggien 

In einer Mehrfachbeauftragung waren verschiedene Architekturbüros eingeladen worden, den beschworenen Geist der Vergangenheit zu bewahren und zugleich die Potenziale des Standorts hinsichtlich der Vernetzung mit dem Umfeld zu entwickeln. 

Das Büro Nieto Sobejano Arquitectos hat diese Aufgabe nach Auffassung der Initiatoren am vorbildlichsten gelöst. Mit den fluiden Formen transformiert das Optineo die Historie in eine neue Dimension: in ein Gebäude aus Stein und Stahl, das so viel Leichtigkeit und Dynamik mitbringt wie einst die Erzeugnisse der Optimol-Ölwerke. 

“Neben den amorphen Formen ist die dreidimensionale Fassade mit ihren V-Elementen ein besonderes Merkmal des Gebäudes. Je nach Sonnenstand und Jahreszeit changiert die Fassade in einem anderen Licht. Das Gesamtkonzept lässt den Turm trotz seines hohen Volumens sehr schlank wirken. Sichtbar sind bereits auch die Terrassen, Loggien und Balkone, die den künftigen Nutzerinnen und Nutzern frische Luft zum Durchatmen und atemberaubende Perspektiven bieten”, erklärt Roeck.  

Besonders freue er sich über den Innenhof, der sich zum Knödelplatz hin als Drehscheibe der Kommunikation öffnet. “Denn der offene Platz ist ein Bekenntnis zum Brücken bauen in einem Quartier, in dem jeder seinem Gusto folgend den Einladungen der Angebote folgen kann, sei es Gastro, Sport oder Leben”, so Roeck. 

Das Architekturbüro Nieto Sobejano Arquitectos sieht im Optineo eine besondere Chance für das Quartier am Ostbahnhof: “Die Arbeit am Optineo bietet eine großartige Möglichkeit, im Werksviertel ein Landmark zu schaffen, das die historische Erinnerungen des Ortes aufrecht erhält, Exzellenz im Büro-Design bietet und die Schaffung eines lebendigen öffentlichen Raums vereint”, so Fuensanta Nieto.

Stefan Kiehn von KPMG bestätigt die Notwendigkeit zeitgemäßer Arbeitsplätze. „Flexible Bürokonzepte sind die Antwort auf die sich ändernde Arbeitswelt. Für unsere zunehmend komplexen Arbeitsprozesse und - strukturen brauchen wir ein neues Raumverständnis. Es geht um Zusammenarbeit, Kommunikation und Vernetzung. Start-Ups haben es vorgemacht. Unser neuartiges Bürokonzept steht für den Wandel hin zu einer modernen und zukunftsorientierten Arbeitswelt. Damit steigern wir auch noch einmal unsere Attraktivität als Arbeitgeber“, so Kiehn.