Neue Stadtplätze am Altstadtring

Tiefgarage unter dem
Thomas-Wimmer-Ring

Das Unternehmen WÖHR + BAUER errichtet unter dem Thomas-Wimmer-Ring eine öffentliche Tiefgarage, die das in die Jahre gekommene „Fina-Parkhaus“ ersetzen wird. Im Rahmen eines Wettbewerbs wurden Architekturbüros eingeladen, Konzepte für die Oberflächengestaltung dieses prominenten Münchner Stadtraumes zu entwickeln.

Am Freitag, den 31. Januar 2014 hat das Preisgericht den Wettbewerbssieger für die Oberflächengestaltung der geplanten Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring gekürt. Der Entwurf von Stefanie Jühling Landschaftsarchitektin/Stadtplanerin und Steidle Architekten überzeugte die Jury mit einem schlüssigen Konzept, spannenden Materialien, innovativer Technik und einer farblichen Hommage an das benachbarte Museum Fünf Kontinente.

Das Preisgericht aus Stadträtinnen und Stadträten, Bezirksausschuss und Fachleuten votierte für den Entwurf von Jühling und Steidle. „Der Siegerentwurf macht aus dem Erschließungsbauwerk der Tiefgarage ein teiltransparentes und exklusives Möbelstück mit Ausstrahlung“, sagt Wolfgang Roeck, Geschäftsführer der WÖHR + BAUER GmbH. „Zugleich hat das Team einen wegweisenden Vorschlag für die neue Fußgängerunterführung durch die Tiefgarage vorgelegt“, sagt Wolfgang Roeck.

Die Parkgarage erhält eine elegante, der Umgebung angemessene Gestaltung der Zu- und Abfahrten sowie der Treppenhäuser. Um Lärmschutz zu gewährleisten, werden die Zufahrtsrampen von allen Seiten entsprechend eingekleidet. Durch mit filigraner Ornamentik verziertes bronzefarbenes Metall erhält die Glaskonstruktion eine einzigartige Optik. Der außergewöhnliche visuelle Effekt wird verstärkt durch dezente Lichtkunst, die zwischen Glas und Ornamentplatten angebracht ist. Das subtile Muster vermittelt den Betrachtern in der Dämmerung das Gefühl, eines scheinbar schwerelosen Bauwerks. Beleuchtet mit moderner und energiesparender LED-Technik, erinnert dies an das berühmte Fassadenglühen am ebenfalls von WÖHR + BAUER realisierten Angerhof.

Landschaftsarchitektin Stefanie Jühling über ihren urbanen Stadtplatz-Entwurf: “Wir haben uns bewusst für einen städtischen Ansatz entschieden. Bisher hat der Knöbelblock eher ein liebloses Umfeld”, erläuterte Jühling. Mit der Abfolge der neuen Plätze werde man ein zusammenhängendes System im Stadtraum schaffen, das die Qualität des öffentlichen Raumes erhöhe und zum Verweilen einlade. “Die historischen Fassaden des Knöbelblocks werden durch die Abfolge der Bäume betont. So rücken wir den Knöbelblock mehr ins Bewusstsein“, sagte die Landschaftsplanerin.

Die Präsentation von Stefanie Jühling können Sie hier vollständig als PDF herunterladen.

Insgesamt fünf Architektur-Büros hatten ihre Entwürfe für den Realisierungswettbewerb eingereicht. Den 2. Rang belegten Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten/Stadtplaner mit Hild und K Architekten. Hier das PDF zum Download.

2007 hatte der Stadtrat beschlossen, das in die Jahre gekommene FINA-Parkhaus in der Hildegardstraße durch eine Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring zu ersetzen. So soll in der Altstadt Platz geschaffen werden für Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Wohnen. Durch die Verlegung des Parkhauses direkt an den Altstadtring erwartet die Stadt einen deutlichen Rückgang des Autoverkehrs im Quartier. Nachdem WÖHR + BAUER den Zuschlag für das Projekt erhalten hat, ist im November 2013 der Startschuss für den Realisierungswettbewerb Thomas-Wimmer-Ring gefallen.

Zahl der Parkplätze: 520
Baubeginn: Ende 2016
Bauzeit: ca. 2,5 Jahre

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